Marion Schneider - Dolce-Ring 10 - 55278 Undenheim - Tel.:  0173 988 2479

© 2019 by Marion Schneider.  All rights reserved.

  • Facebook Social Icon
  • YouTube Social  Icon

Tipps zu Hundeerziehung

Bevor unsere Schätzchen unser Nest verlassen haben, haben wir viele Fragen bzgl. des von uns verwendeten Hundezubehörs und ebenfalls Fragen zu Hunde- und Welpenerziehung erhalten.  Nachstehend daher die Tipps zu Hunde- und Welpenerziehung.  Damit diese Seite nicht zu lang wird, gibt es die Tipps zu Hundezubehör auf einer separaten Seite.

Hundeerziehung

Über Hundeerziehung gibt es gefühlt noch mehr unterschiedliche Meinungen als über Kindererziehung. 

Befragt man fünf „Experten“ zum Thema Hundeerziehung, erhält man mindestens sechs Meinungen 🤣🤣.

 

Die nachfolgenden Tipps entsprechen daher unserer sehr subjektiven, persönlichen Auffassung.  Sie erheben natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.  Den einzig richtigen Weg, einen Hund zu erziehen, gibt es sicherlich nicht, aber uns haben die folgenden Dinge bei Malu sehr geholfen:

 

Erziehung nur ohne Gewalt 

Wir sind bei der Erziehung gegen jede Form von Gewalt.  Für uns zählt dabei auch der – leider auf manchen Hundeplätzen nach wie vor angewandte – Leinenruck oder das Anbrüllen des Hundes.  Hovawarte sind sehr sensibel.  Das trifft besonders auf unsere Malu zu.  Wenn man versucht, bei ihr etwas mit zu viel Druck zu erreichen, macht sie „zu“, d.h. dann geht gar nichts mehr. 

Beziehungsalltag & Bindungsaufbau durch hündische Kommunikation

Für den Beziehungsalltag mit Hund (gerade und vor allem auch bei einem Welpen), d.h. also auch für den Bindungsaufbau und die Grunderziehung, finden wir die Methode von Anita Balser (HundeTEAMschule®) absolut super.

 

Als Anita Balser sich den Border Collie Welpen Rudi angeschafft hat, hat sie von der ersten Minute an „Rudigramme“ erstellt, d.h. kleine Handy-Videos, die zeigen, wie man über Körpersprache und „hündische Kommunikation“ eine stabile Bindung zu seinem Hund aufbauen kann, so dass der Hund innerhalb von wenigen Wochen „die große Freiheit“ erreichen kann.  „Die große Freiheit“ ist ein von Anita geprägter Begriff, der das Ziel beschreibt, mit seinem Hund ohne Leine durch den Alltag gehen zu können, ohne dass sich der Hund weiter als 6 – 7 Meter von seinem Menschen entfernt.  Dies baut sie mit aus der „hündischen Kommunikation“ abgeleiteten körpersprachlichen Signalen auf und zwar OHNE Leckerchen!!  Die Rudigramme sind über folgende Links erhältlich:

Auch die DVDs von Anita Balser sind sehr zu empfehlen.  Die, die uns am besten gefallen haben, listen wir anschließend auf:

50_Bildschirmfoto2016-05-30um1750161_HTS
50_Spielen Hund3_HTS_.jpg
50_Junghunde_front_RGB_9783938386958_mit
 

Spiel, Spaß & Motivation

Außerdem sind wir eingeschworene „CreaCanis“-Fans und haben bei diversen CreaCanis-Trainern, in erster Linie bei der Hauptgründerin Antje Engel, mehrere Seminare belegt. 

Antje Engel ist vielen Hovawart-Besitzern ein Begriff, weil sie selbst mehrere Hovis hat, schon ewig als Trainerin tätig ist und mit ihrem Hovawart-Rüden Denzel mittlerweile hundesportlich mehrere Preise gewonnen hat. 

 

Was uns jedoch viel wichtiger ist, ist, dass sie sehr viele Videos auf YouTube gestellt hat, die zeigen, wie sie die Beziehung zu Denzel basierend auf Spaß und Spiel aufgebaut hat.   Sämtliche Videos mit Denzel als Welpe sind unter folgendem Link abrufbar:

Wie die Beziehung zu einem nach der CreaCanis-Methode ausgebildeten Hund aussehen kann, zeigt das folgende Video eindrucksvoll

Bei CreaCanis wird unter anderem mit Futter als Belohnung und / oder als Beute-/Spielobjekt (aber auch mit Spielzeug und völlig „ohne“) gearbeitet, daher ist unserer sehr subjektiven Meinung nach für die Grunderziehung die Methode der Hundeteamschule besser.  Wenn es jedoch um Motivation des Hundes, Spiel mit dem Hund, Tricks oder Hundesport geht, ist CreaCanis wirklich toll. 

 

Beziehungsspaziergänge

Zusätzlich zu den o.g. Trainingsmethoden sind wir sehr froh, dass wir mit Malu ab dem dritten Tag  bei uns sogenannte Beziehungsspaziergänge gemacht haben.  Hierfür sind wir mit dem Auto ins Feld gefahren und mit ihr ohne Leine spazieren gegangen.  Welpen haben einen starken Folgetrieb und so ist sie erst neben oder hinter uns gelaufen, aber sehr schnell auch vor uns.  Wenn sie sich weiter als 4 – 5 Meter von uns vorgewagt hat, haben wir uns wortlos umgedreht und sind in die entgegengesetzte Richtung gegangen.  Da Hunde durch die Anordnung ihrer Augen eine extrem gute Sicht nach hinten haben, hat sie dies natürlich mitbekommen und ist im „Schweinsgalopp“ hinter uns hergekommen.  Wir haben dies unzählige Male wiederholt, mit dem Ergebnis, dass wir heute absolut sicher sein können, dass sie uns jederzeit überall hin folgen wird. 

 

Geduld & Konsequenz

So lieb und leichtführig Malu heute ist, als Welpe, als Junghund und jedes Mal, wenn die Pubertät „zuschlug“, schien sie bisher Erlerntes teilweise nicht mehr zu kennen.  Wir haben festgestellt, dass in diesen Fällen nur Geduld, sehr viel Ruhe und einfach konsequentes Beharren auf unseren Regeln geholfen hat. 

Wenn sie zum Beispiel am Anfang nicht dort liegen bleiben wollte, wo sie es sollte, habe ich sie so oft mit möglichst viel Ruhe an diesen Liegeplatz zurückgebracht, bis sie verstanden hat "Frauchen hat den längeren Atem".  

Typisch für einen Hovawart ist auch heute noch, dass sie die Ernsthaftigkeit solcher Anweisungen manchmal austestet ... 😉.  Da hilft dann wirklich nur ... dranbleiben und ihr klarmachen, dass wir es tatsächlich so meinen ...😜.  Sie weiß sehr genau, wenn wir es einmal nicht so genau nehmen.  Dass sie dies in solchen Fällen auch ausnutzt ... nunja, das macht auch den Charme unserer Hovis aus...

Sie weiß sehr genau, dass es Dinge gibt, bei denen wir keinen Spaß verstehen und es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, dass sie genau spürt, wie Ernst wir es meinen und entsprechend sofort reagiert.  

Körpersprache

Wie alle Hunde reagiert auch Malu sehr gut auf Körpersprache.  Zum Beispiel, wenn ich sie rufe, stelle ich mich nicht frontal vor sie, weil das in Hundesprache „stopp, halte Abstand“ bedeutet, sondern wende meinen Körper seitlich zu ihr und mache zusätzlich eine einladende Geste mit der Hand. 

Wenn ich normal mit ihr ohne Leine spazierengehe, schaue ich nicht permanent zu ihr (sie läuft entweder links oder rechts neben mir, muss auch nicht zu mir hochschauen), sondern richte meine Blick auf den Weg, sprich da, wo ich hingehen will.  Dies vermittelt ihr "Frauchen führt, ich muss ihr folgen".  Wenn ich dauernd zu ihr schaue, signalisiert dies hingegen "Frauchen scheint verunsichert.  Hier muss ich wohl zeigen, wo's langgeht".  

Bei diesen Spaziergängen überprüfe ich auch ab und an, ob Malu wirklich "bei mir" ist, indem ich mein Tempo verlangsame oder beschleunige, plötzlich die Richtung wechsele oder anhalte.  Nur wenn Malu, diese Tempi- und Richtungswechsel mitmacht, ist ihre Aufmerksamkeit wirklich bei mir.  Ist dies nicht der Fall, drehe ich mich zu ihr ein, d.h. ich stelle mich quasi vor sie und laufe etwas auf sie zu, so dass sie zwei, drei Schritte zurückweichen muss.  Wenn wir dann wieder normal nach vorne gehen, ist ihre Aufmerksamkeit bei mir und wir können entspannt weitergehen.